17.04.2019

Broschüre: Erfahrungen mit rechtlicher Betreuung im Pflegebereich

Das deutsche Betreuungssystem bedarf einer dringenden und grundlegenden Reform.  Zu diesem Ergebnis kommt die Pflegeethik Initiative Deutschland e.V. in der nun vorliegenden Broschüre: Erfahrung mit rechtlicher Betreuung im Pflegebereich.   Die besonders wichtig erscheinenden Punkte wurden dabei herausgestellt. Bis entsprechende Reformen greifen, ist jeder Bürger gut beraten, eigene Vorkehrungen zu treffen.  Auch dazu finden Sie in der Broschüre praktische Tipps und Hinweise.

Die Angst, die  viele Bundesbürger*innen davor haben, an einen Betreuer, eine Betreuerin zu geraten, die nach Gutdünken über ihr restliches Leben bestimmt, ist berechtigt. Aber auch Vorsorgevollmachten schützen nur bedingt, wie an Beispielen gezeigt wird.
Unsere Bilanz zur Qualität des Betreuungswesens in Deutschland fällt negativ aus.  Sie bezieht sich auf den Pflegebereich und hier überwiegend auf ältere Menschen, denen eine Demenz zugesprochen wurde, die einen Schlaganfall erlitten oder anderweitigen Pflege- und Betreuungsbedarf haben. 

Die Erfahrungen umfassen wenigstens 1800 Hilfegesuche von betroffenen Angehörigen im Zeitraum zwischen  2006 und 2019.  In gut 30 Fällen hat der Verein und hier insbesondere die Vorsitzende, konkrete Unterstützung geleistet.  Sie hat an Gerichte und Betreuer geschrieben, mit einzelnen Akteuren telefoniert, Rechtsbeschwerden und Strafanzeigen gegen Betreuer und Einrichtungen initiiert oder erstattet, Anwälte vermittelt, die ungeheuerlichen Geschichten  ins Fernsehen gebracht oder ins Internet gestellt. Von wenigen kleinen Erfolgen abgesehen, endeten ihre Bemühungen mit der Feststellung, dass unser  Betreuungssystem ein in sich geschlossener Machtapparat ist.  Wen dieser Apparat im Griff hat, erhält eine Vorstellung davon, wie in totalitären Staaten mit Menschen verfahren wird, die in staatliche Verwahrung genommen werden.  Da es sich bei den meisten Pflegebedürftigen um Menschen am Lebensende handelt, kommen Betreuungsentscheidungen häufig einer lebenslangen Sicherungsverfahrung in einem Pflegeheim gleich.  Die Art und Weise wie in den uns vorliegenden Fällen verfahren wurde, steht nicht nur im Widerspruch zum Rechtempfinden  eines jeden Bundesbürgers, sondern auch zum Anspruch und Zweck des Betreuungsrechtes.

Mit der nun vorliegenden Broschüre wollen wir zum einen die  Politik auffordern, Rahmenbedingung zu schaffen, damit sich Bürger*innen  durch rechtliche Vertreter*innen nicht in ihrer Existenz bedroht fühlen müssen. Zum anderen geben wir in den jeweiligen Kapiteln Hinweise, wie Sie sich als Bürger*in  selbst schützen können und worauf Sie achten sollten.


Broschüre:  Erfahrung mit rechtlicher Betreuung im Pflegebereich. Hineinschauen

Bestellung der Broschüre als PDF, gegen eine Gebühr von 10 Euro.

Bestellung der gedruckten Broschüre, gegen eine Gebühr von 15 Euro, incl. Versandkosten.

Bestellung per E-Mail an: buero@pflegeethik-initiative.de

Diese Webseite verwendet Cookies, auch zur Optimierung der Webseitennutzung und zur Auswertung von Webseitenbesuchen. Einzelheiten über die von uns eingesetzten Cookies und die Möglichkeit diese abzulehnen, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Hinweise ausblenden