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Rechtsoffensive für Pflegebetroffene

Die Menschenrechte zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Der Staat hat eine Schutzpflicht gegenüber Pflegebetroffenen. 

Der Staat muss seiner Schutzpflicht gerecht werden.

Tatsächlich mangelt es nicht an Gesetzen und Vorschriften.  Das deutsche Pflegesystem hat sich jedoch zu einem bürokratischen Monster entwickelt, das die Betroffenen zusätzlich gefährdet und die Pflegenden nervt.         

Das gegenwärtige Pflegesystem ist viel zu kompliziert und falsch ausgerichtet. Es schützt die Interessen der Leistungsanbieter und sichert diese ab.

Pflegebetroffene haben kaum eine Chance, gegen erlebtes Unrecht vorzugehen. Sie sind Einrichtungen und Pflegenden völlig ausgeliefert. Selbst bei Misshandlung mit Todesfolge, müssen die Verantwortlichen keine Strafen  befürchten.  

Wir wollen denen, die sich nicht wehren können, aktiv zur Seite stehen und gemeinsam dafür sorgen, dass Menschen, die mundtot gemacht wurden, endlich wieder gehört werden!

Wir wollen den Richtungswechsel in der Pflege.

Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen in ihrer vertrauten Umgebung alt werden und selbstbestimmt leben können.

Ergreifen Sie mit uns die Initiative für eine Pflege, die den Menschen gerecht wird – JETZT!    

 


 

Richtungswechsel in der Pflege

 

Das deutsche Krankenhauswesen befindet sich in einer kritischen Lage. Auf der eine Seite legt eine Studie der Politik nahe, mehr als die Hälfte aller Krankenhäuser zu schließen, auf der anderen beklagen Krankenhäuser, Operationen nicht durchführen und Betten nicht belegen zu können, weil Pflegepersonal fehlt. Fest steht, dass Krankenhausaufenthalte für den Patienten mit großen Risiken verbunden sind. Nicht wenige sind hinterher kränker oder werden zum Pflegefall.


Unser Gesundheitssystem interessiert sich nicht für Behandlungsergebnisse, sondern für Profite. Es stellt marktwirtschaftliche Interessen vor gesundheitliche. Der Pflegenotstand ist eine Folge dieser falschen Ausrichtung. Eine andere Folge sind die ungezählten Schäden, die Patienten davon tragen, weil irgendetwas im Klinikbetrieb schief gelaufen ist. Jedes Haus versucht seine Betten voll zu bekommen und setzt auf Masse statt Klasse. Je größer die Klinik, desto weniger zählt der Mensch. Patienten sind Mittel zum Zweck und der Zweck heiligt die Mittel.

 

Der marktgerechte Patient veranschaulicht die Lage sehr treffend. Allerdings bleiben die Akteure, bei der Frage nach den Lösungen, eher am Symptom hängen. Denn indem man mehr Personal in ein falsches System steckt, wird es auch nicht richtiger.
Wir fordern einen Richtungswechsel, bei dem an erster Stelle der Kranke bzw. die Gesundheit steht. Erfolgreiche Behandlungen und gute Pflege sollten ausreichend entlohnt werden. Kommt es zu Schäden und Verschlechterung sollten Einrichtungen oder Ärzte die Kosten nicht erstattet bekommen. Heute ist es so, dass alle Kosten von der Kasse übernommen werden müssen, selbst dann, wenn der Patient nachweislich durch einen Behandlungsfehler verstorben ist.

Wenn Sie das auch so sehen, unterstützen Sie die Forderung nach einem Richtungswechsel in Medizin und Pflege.

Schutz vor Betreuungswillkür

Das System der rechtlichen Betreuung von Pflegebetroffenen in Deutschland verstößt in viel zu vielen Fällen eklatant gegen das Recht auf Teilhabe und Selbstbestimmung. 

Viele Menschen haben große Angst davor, dass ihr Leben fremdbestimmt werden könnte durch die Willkür von sogenannten rechtlichen Vertreter*innen.

Leider ist diese Angst in viel zu vielen Fällen nur allzu berechtigt, weil das aktuelle System der rechtlichen Betreuung für Nicht-Experten völlig undurchschaubar ist. Die Undurchschaubarkeit des bestehenden Systems lädt geradezu ein zu Machtmissbrauch, Betrug und Korruption.

Das Risiko für korrupte Betreuer, entdeckt zu werden, liegt gegenwärtig nahezu bei Null.

Deshalb ist die Gefahr akut, dass Sie oder Ihre Angehörigen, einmal an einen Betreuer geraten, der nach eigenem Ermessen über Ihr Hab und Gut und Ihr gesamtes Leben willkürlich verfügen kann.

Bitte setzen Sie sich mit uns gemeinsam dafür ein, dass die Politik endlich wirksame Maßnahmen einleitet zum Schutz vor Missbrauch von Vorsorgevollmachten und vor der Willkür von sogenannten rechtlichen Vertretern.

Wir wollen eine grundlegende Veränderung der Rahmenbedingungen, damit sich Bürger*innen durch ihre rechtlichen Vertreter*innen weder in ihrem Recht auf Selbstbestimmung noch in ihrer Existenz bedroht fühlen müssen.

Ergreifen Sie mit uns die Initiative für menschenwürdige Pflege und Betreuung  — JETZT!

 

 

 


Bildquellen:

3D illustration image of a gavel; Quince Media [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Justitia; Tim Reckmann; https://www.flickr.com/photos/foto_db/19138839664/

Aktuell! Broschüre zeigt Betreuungspraxis

Das deutsche Betreuungssystem bedarf einer dringenden und grundlegenden Reform.  Zu diesem Ergebnis kommt die Pflegeethik Initiative Deutschland e.V. in ihrer aktuellen Broschüre "Erfahrung mit rechtlicher Betreuung im Pflegebereich".


Die Broschüre erhalten Sie hier:

Broschüre:  Erfahrung mit rechtlicher Betreuung im Pflegebereich. Hineinschauen
Bestellung der Broschüre als PDF, gegen eine Gebühr von 10 Euro.
Bestellung der gedruckten Broschüre, gegen eine Gebühr von 15 Euro, incl. Versandkosten.
Bestellung per E-Mail an: buero@pflegeethik-initiative.de

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